Neues Projekt „ImmunoKomm: Kommunikation ist alles!“

Bei "ImmunoKomm" steht Wissenschaftskommunikation von Jugendlichen für Jugendliche im Mittelpunkt, Bild: Image by Mudassar Iqbal from Pixabay

Unser Unser Immunsystem und Wissenschaftskommunikation für Jugendliche – das ist die interessante Kombination im  neuen Projekt „ImmunoKomm“, das Open Science gemeinsam mit Nicole Boucheron von der Medizinischen Universität Wien im Juni 2022 gestartet hat. Wir suchen noch Schüler*innen, die sich beteiligen wollen! Das Projekt kann auch gut mit einer vorwissenschaftlichen Arbeit verknüpft werden. 

Unser Immunsystem ist eines der komplexesten und am intensivsten erforschten Systeme des menschlichen Körpers. Es schützt uns gegen Krankheitserreger von außen ebenso wie vor veränderten körpereigenen Zellen, die zur Bedrohung werden könnten. Wie wichtig es ist, die Grundlagen der Immunologie zu verstehen, hat die Corona-Pandemie noch einmal verdeutlicht: Ohne Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet wäre es nicht möglich gewesen, so rasch Impfstoffe und Medikamente gegen SARS-CoV-2 zu entwickeln.

Kommunikation zum Thema Immunsystem in Zeiten der Pandemie

Mit der Pandemie sind die Virologie und die Immunologie in den Fokus der Medien gerückt. Die Kommunikation zu Grundlagen und Wirkungsweise des Immunsystems hat sich vervielfacht, und auch Fachleute kommen seit dem Auftauchen von SARS-CoV-2 häufiger als früher öffentlich zu Wort. Es wurde dabei nicht nur auf traditionelle Medien zurückgegriffen, auch soziale Netzwerke und digitale Kanäle prägen hier die Kommunikations- und Informationskultur, gerade in jüngeren Zielgruppen.

Jugendliche als Wissenschaftskommunikator*innen

ImmunoKomm setzt hier an und widmet sich der Kommunikation zum Thema Immunologie. Gemeinsam mit Jugendlichen werden im Projekt (digitale) Medieninhalte zu immunologischen Themen erstellt und verbreitet. Dafür soll Expert*innen-Wissen auf dem Gebiet der Immunologie mit den Interessen Jugendlicher und der Erfahrung von (Wissenschafts-) Kommunikator*innen gepaart und eine offenere Wissenschaftskommunikation geschaffen werden. Das Projekt soll zu einer zeitgemäßen Wissenschafts- und Gesundheitskommunikation beitragen.

Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren erhalten Einblick ins journalistische Arbeiten und professionelle Kommunikation aus unterschiedlichen Blickwinkeln (print, online, Radio, social media o.ä.), und Merkmale qualitätsvoller Kommunikation werden gemeinsam erarbeitet. Die jungen Leute werden anschließend eigene Beiträge zu immunologischen Fragestellungen und Inhalten für andere Jugendliche verfassen. Dafür arbeiten sie eng mit Expert*innen aus Kommunikation und Immunologie zusammen: Sie bekommen das grundlegende Wissen der Immunologie und nähere Erkenntnisse zu T-Helfer-Zellen direkt von den Wissenschaftler*innen vermittelt und bekommen Einblicke in deren Arbeitsweise und Alltag. Im Vienna Open Lab können sie außerdem selbst experimentieren und immunologische Methoden ausprobieren.

Ausgangspunkt für ImmunoKomm ist das wissenschaftliche Projekt von Dr.in Nicole Boucheron zur Entstehung und Regulation von T-Helfer-Zellen. Diese Immunzellen sind neben den B-Zellen wichtig, damit Antikörper entstehen können und ein immunologisches Gedächtnis aufgebaut wird. Insbesondere die neuesten Erkenntnisse der SARS-CoV-2 Impfungen zeigen, welche wesentliche Rolle T-Zellen bei COVID-19 in der Verhinderung von schweren Verläufen spielen. Die hohe Aktualität dieses gesellschaftlich relevanten und hochaktuellen Forschungsgebiets soll genutzt werden, um zielgruppengerechte, wissenschaftsbasierte Kommunikation zu fördern und ein Verständnis von und Interesse für Wissenschaft bei Jugendlichen zu stärken.

Projektleitung:

Dr.in Nicole Boucheron, Abteilung für Immunbiologie an der Medizinischen Universität Wien

Projektdauer:

01.06.2022-31.05.2023

Weitere Projektpartner:

  • Abteilung Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit - Medizinische Universität Wien
  • Lukas Wieselberg (Wissenschaftsjournalist, Leiter von science.orf.at., Redakteur Ö1 Wissenschaft)
  • Martin Moder (Molekularbiologe, Science Buster, www.martinmoder.at )

 

Detaillierte Informationen zum Projekt gibt es im Herbst 2022. Die Workshops mit den Jugendlichen starten voraussichtlich im Jänner 2023, die eigenen Beiträge sollten bis Ende April 2023 fertiggestellt sein.

 

Interessierte Jugendliche können sich unverbindlich bei Alexandra Schebesta voranmelden (schebesta@openscience.or.at). 

Nähere Informationen (genaue Termine etc.) werden im September ausgeschickt.

 

Dieses Projekt wird vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) gefördert.

as, 07.06.2022


Laufzeit: 01.06.2022 bis 31.05.2023