Mikroorganismen, Allergien und ganz viel Reden!

Bei der Station „Wer steckt hinter Infektionen?“ gab es für Besuchende Einiges zu entdecken!, Bild: Vienna BioCenter/Zsolt Marton

Das Open Science Team hat sich dieses Jahr wieder besonders ins Zeug gelegt und es wurde wie wild geschnitten, geklebt, gedruckt und gebastelt, damit die Besuchenden der Langen Nacht der Forschung viel zu entdecken und zu staunen haben.

Für die Station „Wer steckt hinter Infektionen?“ haben einige unserer Kuschel-Mikroorganismen neue Namensschildchen bekommen und freuten sich, wieder einmal mit Besucher:innen zu kuscheln. Echte Pilze und Bakterien waren auch mit dabei. Die haben zwar auch fast kuschelig ausgeschaut, mussten aber in ihren Petrischalen bleiben und konnten nur mit den Augen bestaunt werden. Wer genauer hinschauen wollte, konnte sie noch unter dem Mikroskop erkunden. Außerdem gab es zu entdecken, wie Antibiotika gegen Bakterien wirken und wie man im Labor testen kann, welches Antibiotikum gegen welches Bakterium wirkt. Dafür kamen unsere nachgestellten Antibiogramme zum Einsatz. Ganz besonders spannend war es für uns dieses Jahr zu zeigen, dass Forschung auch in der Wissenschaftskommunikation stattfindet und wir uns als Forscher:innen aktiv daran beteiligen. Besucher:innen konnten uns dabei helfen, herauszufinden, welche Metaphern über Mikroorganismen und Antibiotika sie besonders ansprechend finden.

Schere, Papier und Laminiergerät waren für die Vorbereitungen der Station „Reden kann doch jede:r, oder?!“ an der Medizinischen Forschungsmeile im AKH Wien besonders stark im Einsatz. Dorthin haben wir einige Puzzles und Tetrisspiele rund um das Thema Kommunikation und Gesprächsführung zwischen Gesundheitspersonal und Patient:innen mitgebracht. Außerdem durften Besuchende unter einem Regenschirm mehr über Palliative Care erfahren und entdecken, dass Palliative Care, genauso wie der Regenschirm, am besten hilft, wenn man sie schon dabei hat, bevor man sie dringend braucht. Das Highlight dieser Station war aber nicht gebastelt, sondern ganz lebendig: Besuchende durften in die Rolle von Gesundheitspersonal schlüpfen und mit einer Schauspielpatientin lernen, wie man gute Gespräche führen kann. Dabei hat uns das Team der Initiative für Gute Gesprächsqualität der Österreichischen Plattform für Gesundheitskompetenz unterstützt. Einen Einblick in die Gesprächstrainings gibt die Kommunikationstrainerin Birgit Hladschik-Kermer von der MedUni Wien in ihrem Bericht über unsere gemeinsame Station.

Auch für unsere dritte Mitmachstation „Warum bin ich allergisch?“, die vom Forschungsteam rund um FH-Prof.in Univ. Doz.in Dr.in Ines Swoboda an der Hochschule Campus Wien betreut wurde, durften wir uns kreativ einbringen. Dort drehte sich alles um Allergien und unser sehr beliebter Papier-Prick-Test zum Selbermachen kam zum Einsatz. Natürlich war auch Oktopus Gerhard und seine Astronauten-Crew mit dabei. Die Besuchenden durften ihn auf seiner Reise durchs Weltall begleiten und im digitalen, interaktiven Kinderbuch „Von Sternen und Erdnüssen – Ein Oktopus in Gefahr“ spielerisch ihr Wissen zum Thema Nahrungsmittelallergien vertiefen.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Besuchenden für ihre Neugierde, das Mitmachen und Ausprobieren und ganz besonders für die vielen spannenden Gespräche. Bis zur nächsten Langen Nacht der Forschung in zwei Jahren, wenn es bei uns wieder heißt: An die Scheren, fertig, los!

In der folgenden Bildergalerie haben wir noch mehr Eindrücke unserer Mitmachstationen gesammelt. Danke an MedUni Wien/Harson, Vienna BioCenter/Zsolt Marton und Open Science für die Fotos.

am, 22.05.2026