Personalisierte Medizin für und mit BürgerInnen

Bild: Open Science - Lebenswissenschaften im Dialog (c: www.zbsp.at)

Das Schlagwort „Personalisierte Medizin“ taucht im Gesundheitswesen und in den Medien immer öfter als richtungsweisendes Konzept für die Medizin der Zukunft auf. Unklar ist jedoch was genau darunter verstanden wird, woran geforscht wird und welche Anwendungen es bereits gibt. Meist bezeichnet Personalisierte Medizin Anwendungen im Bereich der Pharmakogenetik, bei denen PatientInnengruppen auf Basis von Biomarkern in Subgruppen geteilt werden, um ihnen so passgenauere Medikamente und Therapien zu verschreiben. Anstelle von „one size fits all“ sollen also Medikamente in Zukunft analog zu „Konfektionsgrößen“ verfügbar sein. Derzeit finden sich die meisten Anwendungen von solchen zielgerichteten Therapien in der Krebstherapie.

Trotz der großen Hoffnungen, die viele an die Personalisierte Medizin knüpfen, ist sie auch umstritten. Kritikpunkte werden etwa hinsichtlich der technischen Umsetzung, der entstehenden Kosten und des Datenschutzes geäußert, aber auch am Begriff selbst und der oftmals damit verbundenen Reduzierung des Menschen auf seine Genetik wird Kritik geübt. Gleichzeitig ist öffentliche Beteiligung notwendig um die Zukunft der Personalisierten Medizin Realität werden zu lassen. Viele wissenschaftliche Studien, die zur Entwicklung der Personalisierten Medizin essentiell sind, können nur mit Probenmaterial (Blut, Gewebe, inkl. DNA) von ProbandInnen durchgeführt werden. Hier spielt das Vertrauen, das die Bevölkerung in unterschiedliche Akteure setzt, eine große Rolle.

Das Projekt „Personalisierte Medizin für und mit BürgerInnen“ zielte deshalb darauf ab der interessierten Öffentlichkeit zu ermöglichen ihre Vorstellungen zu Personalisierte Medizin und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit von Öffentlichkeit, Wissenschaft und Medizin zu artikulieren und diskutieren. Was verstehen BürgerInnen überhaupt unter Personalisierter Medizin? Worin setzen sie besonders ihre Hoffnungen und welche Befürchtungen werden gesehen? Unter welchen Voraussetzungen können sich BürgerInnen vorstellen, Daten für wissenschaftliche Studien preiszugeben? Solchen und ähnlichen Fragen wurdeim Projekt nachgegangen.
www.openscience.or.at/personalisiertemedizin

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Laufzeit: 01.07.2013 bis 31.07.2017

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