{"id":306,"date":"2016-06-22T07:00:35","date_gmt":"2016-06-22T07:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/?p=306"},"modified":"2017-02-21T12:50:16","modified_gmt":"2017-02-21T12:50:16","slug":"uebergewicht-vorbeugen-gesunde-alternativen-zu-krapfen-co","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/uebergewicht-vorbeugen-gesunde-alternativen-zu-krapfen-co\/","title":{"rendered":"\u00dcbergewicht vorbeugen \u2013 gesunde Alternativen zu Krapfen &#038; Co"},"content":{"rendered":"<p>Die Menschen werden immer dicker: 50 Prozent der EU-B\u00fcrger sind heute \u00fcbergewichtig.\u00a0 Weltweit sind bereits\u00a0 6,1 Prozent der Unter-f\u00fcnf-j\u00e4hrigen zu dick, das sind insgesamt 41 Millionen Kinder [1]. Angesichts dieser beunruhigenden Fakten schl\u00e4gt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm und warnt vor einer \u00dcbergewichtskrise im gro\u00dfen Ausma\u00df. Zu wenig Bewegung, steigender Medienkonsum und falsches Essverhalten f\u00fchren dazu, dass auch schon Kinder immer mehr Kilos auf die Waage bringen. Ohne ein st\u00e4rkeres politisches Engagement ist die globale Herausforderung von kindlichem \u00dcbergewicht und Fettleibigkeit laut WHO nicht mehr l\u00f6sbar. Die Vorschl\u00e4ge zur Bek\u00e4mpfung von \u00dcbergewicht und Fettleibigkeit beinhalten Standards f\u00fcr Schulessen, eine Zucker-Steuer und weniger Werbung f\u00fcr ungesundes Essen. Auch mehr Bewegung und Sport sowie weniger Zeit vor Computern und TV-Ger\u00e4ten w\u00e4ren wichtig, um der Gewichtszunahme schon bei jungen Leuten entgegenzusteuern.<\/p>\n<h1>Daten aus \u00a0\u00d6sterreich<\/h1>\n<p>Um den Ern\u00e4hrungszustand der \u00d6sterreichischen Bev\u00f6lkerung zu erfassen und zu dokumentieren,\u00a0 wird im Abstand von vier bis f\u00fcnf Jahren vom Gesundheitsministerium der \u00d6sterreichische Ern\u00e4hrungsbericht in Auftrag gegeben. Die letzte derartige Studie zu Ern\u00e4hrungsgewohnheiten und K\u00f6rpergewicht, bei der die teilnehmenden Personen gemessen, gewogen und untersucht wurden, wurde im Jahr 2012 herausgebracht. Fazit des \u00d6sterreichischen Ern\u00e4hrungsberichtes 2012 [2]: Rund 12% der erwachsenen \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher litten an Fettleibigkeit, und gar 40% waren \u00fcbergewichtig. Besonders beunruhigend war der neuerliche Anstieg von Gewichtsproblemen bei Kindern im Vergleich zum Jahr 2008. Insgesamt war beinahe jedes vierte Kind (24%) im Alter von 7 bis 14 Jahren \u00fcbergewichtig oder hatte gar mit Fettleibigkeit zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<div class=\"highlight\">\n<h1>\u00dcbergewicht und Fettleibigkeit: Ursachen und Auswirkungen<\/h1>\n<p>Es gibt eine gewisse Veranlagung dazu, \u00fcbergewichtig zu sein bzw. zu werden. In Studien [3] konnte gezeigt werden, dass fettreiche Ern\u00e4hrung der Eltern die n\u00e4chsten Generationen negativ beeinflussen kann und die Neigung zu \u00dcbergewicht epigenetisch weitergegeben werden kann. Der Stammbaum alleine macht jedoch nicht dick. Meist f\u00fchren eine Kombination von Veranlagung (\u201egute Futterverwerter\u201c), Lebensgewohnheiten wie falsche Ern\u00e4hrungs- und Lebensweise und mangelnde Bewegung zu \u00dcbergewicht und Fettleibigkeit. Auch seelische Faktoren und Krankheiten (wie beispielsweise Gehirntumore) k\u00f6nnen eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>\u00dcbergewicht und Fettleibigkeit k\u00f6nnen zu einer Reihe k\u00f6rperlicher Beschwerden f\u00fchren. Dazu z\u00e4hlen \u00a0\u00a0Herzprobleme, Diabetes oder Gelenkssch\u00e4den. Auch Fu\u00df-Verformungen und Knieprobleme sind h\u00e4ufige Folgen von zu vielen Kilos auf der Waage. Deshalb spielen auch die medizinische Betreuung und spezielle Trainingsprogramme bei diesem Thema eine gro\u00dfe Rolle. An der FH St. P\u00f6lten wird aktuell beispielsweise eine Studie [5] durchgef\u00fchrt, bei der ein spezielles Trainingsprogramm fettleibigen Personen helfen soll, Knieproblemen vorzubeugen.<\/p>\n<p>\u00dcbergewicht und Fettleibigkeit k\u00f6nnen nicht nur k\u00f6rperlich, sondern auch psychisch krank machen.<\/p>\n<\/div>\n<h1>Gesunde Alternativen beim Essen<\/h1>\n<p>Um \u00a0\u00dcbergewicht und Fettleibigkeit schon von Anfang an entgegenzusteuern ist es wichtig, Kinder und Jugendliche \u00a0bei einer gesunden und ausgewogenen Ern\u00e4hrung zu unterst\u00fctzen. S\u00fc\u00dfigkeiten und salzige Knabbereien m\u00fcssen dabei nicht g\u00e4nzlich vom Speiseplan gestrichen werden, sollten allerdings nur in Ma\u00dfen genossen werden.\u00a0 Beim Kindergeburtstag muss es beispielsweise nicht immer S\u00fc\u00dfes sein. Und zur Jause k\u00f6nnen anstatt der Cornflakes oder Buttersemmel auch Obst und Gem\u00fcse zur Gewohnheit werden. Um die gesunde Alternative den Kindern schmackhaft zu machen, kann Kreativit\u00e4t durchaus hilfreich sein: So bringt ein Gurkenkrokodil zum Kindergeburtstag statt der Schokoladentorte die Kinder schon einmal zum Staunen, und jeder will ein St\u00fcck von dem gef\u00e4hrlich schnappenden Getier ergattern.\u00a0 Und auch Apfel-Eule und Bananen-Pinguine essen die Kinder mit Begeisterung. Und ganz nebenbei: auch das Basteln und Anrichten macht Spa\u00df \u2013 das haben die bESSERwisser schon getestet.<\/p>\n<div id=\"attachment_332\" style=\"width: 742px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Eule.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-332\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-332 size-large\" src=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Eule-1024x997.jpg\" alt=\"Apfeleule\" width=\"732\" height=\"713\" srcset=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Eule-1024x997.jpg 1024w, https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Eule-300x292.jpg 300w, https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Eule-768x748.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 732px) 100vw, 732px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-332\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Open Science &#8211; Lebenswissenschaften im Dialog, CC BY-NC-SA 4.0<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_334\" style=\"width: 742px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pinguine-1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-334\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-334 size-large\" src=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pinguine-1-1024x834.jpg\" alt=\"Bananenpinguine\" width=\"732\" height=\"596\" srcset=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pinguine-1-1024x834.jpg 1024w, https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pinguine-1-300x244.jpg 300w, https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pinguine-1-768x626.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 732px) 100vw, 732px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-334\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Open Science &#8211; Lebenswissenschaften im Dialog, CC BY-NC-SA 4.0<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_333\" style=\"width: 742px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Krokodil-3.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-333\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-333\" src=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Krokodil-3-1024x768.jpg\" alt=\"Gurkenkrokodil\" width=\"732\" height=\"549\" srcset=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Krokodil-3-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Krokodil-3-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Krokodil-3-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 732px) 100vw, 732px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-333\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Open Science &#8211; Lebenswissenschaften im Dialog, CC BY-NC-SA 4.0<\/p><\/div>\n<p>Falls auch Sie kreative Ideen haben, wie man Gesundes gut in Szene setzen und schmackhaft anrichten kann \u2013 Postings sind willkommen!<\/p>\n<p>Und hier noch die gute Neuigkeit f\u00fcr all jene, die ein bisschen zu viel auf die Waage bringen und Motivation zum Abnehmen brauchen: Bereits eine Reduktion des K\u00f6rpergewichtes um \u00a05% bringt viel f\u00fcr die Gesundheit. Der Stoffwechsel wird verbessert, die Gelenke geschont und die Lebensqualit\u00e4t erh\u00f6ht5.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Referenzen:<\/h2>\n<p>[1] Report of the commission on ending childhood obesity, World Health Organisation 2016<\/p>\n<p>[2] \u00d6sterreichischer Ern\u00e4hrungsbericht 2012, I. Elmadfda in Kooperation mit \u00d6sterreichischer Agentur f\u00fcr Gesundheit und Ern\u00e4hrungssicherheit GmbH (AGES), 2012<\/p>\n<p>[3] Huypens P. et al.: Epigenetic germline inheritance of diet induced obesity and insulin resistance, Nature Genetics (2016), DOI: 10.1038\/ng.3527<\/p>\n<p>[4] Horsak B. et al.: The effects of a strength and neuromuscular exercise programme for the lower extremity on knee load, pain and function in obese children and adolescents: study protocol for a randomised controlled trial. Trials (2015), DOI: 10.1186\/s13063-015-1091-5<\/p>\n<p>[5] Magkos F. et al.: Clinical and translational report effects of moderate and subsequent progressive weight loss on metabolic function and adipose tissue biology in humans with obesity Cell Metabolism (2016), DOI: 10.1016\/j.cmet.2016.02.005<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Menschen werden immer dicker: 50 Prozent der EU-B\u00fcrger sind heute \u00fcbergewichtig.\u00a0 Weltweit sind bereits\u00a0 6,1 Prozent der Unter-f\u00fcnf-j\u00e4hrigen zu dick, das sind insgesamt 41 Millionen Kinder [1]. Angesichts dieser beunruhigenden Fakten schl\u00e4gt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm und warnt vor einer \u00dcbergewichtskrise im gro\u00dfen Ausma\u00df. 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