{"id":1148,"date":"2017-03-20T12:35:30","date_gmt":"2017-03-20T12:35:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/?p=1148"},"modified":"2017-05-15T15:12:00","modified_gmt":"2017-05-15T15:12:00","slug":"eierfaerben-mit-naturfarben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/eierfaerben-mit-naturfarben\/","title":{"rendered":"Eierf\u00e4rben mit Naturfarben"},"content":{"rendered":"<p>Viele r\u00f6tliche Gem\u00fcsearten (Rotkraut, rote Zwiebeln, violette Karotten) enthalten den Farbstoff Anthocyan. Anthocyane (griechisch, bedeutet so viel wie \u201edunkelblaue Bl\u00fcte\/Blume\u201c) sind eine Gruppe von wasserl\u00f6slichen Farbstoffen, die f\u00fcr rote, blaue und violette F\u00e4rbungen in Pflanzen sorgen. Ihre chemische Struktur und damit die F\u00e4rbung sind vom pH-Wert abh\u00e4ngig. Je nach Art und pH-Wert des Bodens kann eine Hortensie daher rote oder blaue Bl\u00fcten haben. Vielleicht ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass sich der Saft von Rotkraut verf\u00e4rbt, wenn man Apfelsaft dazu gibt. Grund daf\u00fcr ist die \u00c4nderung des pH-Wertes. In der Pflanze haben die Anthocyane mehrere Aufgaben: Insekten anlocken, UV-Licht absorbieren und als Antioxidantien freie Radikale binden. Sie k\u00f6nnen auch als Zusatzstoffe verwendet werden, um damit Lebensmittel zu f\u00e4rben \u2013 wie hier Eier.<\/p>\n<h2>Eier<\/h2>\n<p>F\u00fcr das F\u00e4rben k\u00f6nnen wei\u00dfe oder braune Eier verwendet werden. Braune Eier lassen sich jedoch schlechter f\u00e4rben, und die Farbt\u00f6ne werden dunkler. Gelb wird braun, t\u00fcrkis gr\u00fcnlich, und rosa geht ins r\u00f6tliche.<\/p>\n<h2>TIPPS<\/h2>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Arbeitsfl\u00e4che mit Zeitungspapier abdecken, um Flecken zu vermeiden.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Edelstahlt\u00f6pfe verwenden, da Emaille sich verf\u00e4rben kann.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Um Zeit zu sparen: Eier kochen w\u00e4hrend das Gem\u00fcse kocht.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Die gekochten Eier nicht abschrecken, das verl\u00e4ngert deren Haltbarkeit.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Naturfarben brauchen lange zum F\u00e4rben. Am besten \u00fcber Nacht einziehen lassen.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Eier am Ende der F\u00e4rbezeit am besten mit den Fingern oder einem Schauml\u00f6ffel aus Sud herausnehmen.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Eier am besten auf einem Kuchengitter trocknen lassen.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Eier nach dem Trocknen mit etwas \u00d6l einreiben, das sorgt f\u00fcr Glanz.<\/p>\n<h2>Rotkraut (T\u00fcrkis)<\/h2>\n<div id=\"attachment_1150\" style=\"width: 321px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/eierfaerben-mit-naturfarben\/dscn1507\/\" rel=\"attachment wp-att-1150\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1150\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1150 \" src=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSCN1507-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"311\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSCN1507-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSCN1507-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSCN1507-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 311px) 100vw, 311px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1150\" class=\"wp-caption-text\">Wei\u00dfe Eier, die links mit Rotkraut aus dem Druckkochtopf gef\u00e4rbt wurden und rechts mit Rotkraut, das unter 70\u00b0 gekocht wurde. In der unteren Reihe wurde jeweils Natron zugegeben.<\/p><\/div>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Das Kraut raspeln oder fein schneiden.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Pro 500 Gramm Kraut in einem Topf 1 Liter Wasser zuf\u00fcgen.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Bei max. 70\u00b0C erw\u00e4rmen und ca. 1 Stunde ziehen lassen.<br \/>\nDa der Farbstoff hitzeempfindlich ist, die Temperatur \u00f6fter kontrollieren.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Beim Abseihen des Krautes den Saft in einer gro\u00dfen Sch\u00fcssel auffangen. Kraut beiseite stellen.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Hartgekochte Eier in den Sud legen und mindestens 12 Stunden f\u00e4rben.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Variante Natron: Durch\u00a0 2-3 Teel\u00f6ffel Natron in den Saft werden h\u00fcbsche Farb-Effekte erzielt. Das Ei bekommt eine dunkelgr\u00fcne Farbe und wird fleckig.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Variante marmoriert: Das Gem\u00fcse im eigenen Saft lassen und die Eier in das Saft-Gem\u00fcse-Gemisch legen.<\/p>\n<h2>Rote R\u00fcben (Rosa)<\/h2>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Rote R\u00fcben raspeln.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0500 Gramm zerkleinerte R\u00fcben in einem Liter Wasser,<br \/>\ndem ein Essl\u00f6ffel Essig zugesetzt wurde, f\u00fcr 40 Minuten k\u00f6cheln.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Hartgekochte Eier in den Sud legen und 10-12 Stunden f\u00e4rben.<\/p>\n<h2>Violette Karotten (Lila)<\/h2>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0500 Gramm geraspelte Karotten in einem Liter Wasser<br \/>\nf\u00fcr 40 Minuten k\u00f6cheln.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Hartgekochte Eier in den Sud legen und 10-12 Stunden f\u00e4rben.<\/p>\n<div id=\"attachment_1151\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/eierfaerben-mit-naturfarben\/dscn1509\/\" rel=\"attachment wp-att-1151\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1151\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1151 size-medium\" src=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSCN1509-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSCN1509-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.openscience.or.at\/hungryforscienceblog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DSCN1509-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1151\" class=\"wp-caption-text\">Links wurden wei\u00dfe Eier und rechts braune Eier gef\u00e4rbt. In der ersten Reihe wurde mit rote R\u00fcben, in der zweiten Reihe mit Kurkuma und in der dritten Reihe mit Rotkraut gef\u00e4rbt.<\/p><\/div>\n<h2><\/h2>\n<h2>Rote Zwiebeln (Lila)<\/h2>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Mindestens vier Zwiebeln sch\u00e4len und die Schalen in einen Topf mit einem halben Liter Wasser geben.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Die Eier k\u00f6nnen hier direkt im Sud 10 Minuten hart gekocht werden.<br \/>\nAlternativ: Eier zum Kochen in die Zwiebelschalen einwickeln.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Topf beiseite stellen und die Eier 10-12 Stunden im Sud liegen lassen.<\/p>\n<h2>Gelbe Zwiebeln (Gelb-Braun)<\/h2>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Mindestens vier Zwiebeln sch\u00e4len.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Eier in die Zwiebelschalen einwickeln, Schale befestigen (Wollfaden, Gummiband,\u2026) und Eier so hart kochen.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Topf beiseite stellen und die Eier 10-12 Stunden eingewickelt stehen lassen.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<h2>Gelbwurz (Goldgelb)<\/h2>\n<p>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a03 Essl\u00f6ffel Gelbwurzpulver (Kurkumapulver) in kaltes Wasser einr\u00fchren und ungef\u00e4hr eine halbe Stunde lang einweichen lassen.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Dann aufkochen und ca. eine halbe Stunde lang k\u00f6cheln lassen.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Abseihen und hart gekochte Eier in den Sud einlegen.<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a07\u20138 Stunden f\u00e4rben.<\/p>\n<p>Weitere M\u00f6glichkeiten, nat\u00fcrlich Eier zu f\u00e4rben, sind Malventee (Hibiskus) f\u00fcr rot, Heidelbeeren f\u00fcr blau und L\u00f6wenzahn oder Spinat f\u00fcr gr\u00fcn. Diese Varianten wurden von uns noch nicht getestet. Vielleicht haben Sie ja Lust dazu und wollen uns dar\u00fcber berichten?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele r\u00f6tliche Gem\u00fcsearten (Rotkraut, rote Zwiebeln, violette Karotten) enthalten den Farbstoff Anthocyan. Anthocyane (griechisch, bedeutet so viel wie \u201edunkelblaue Bl\u00fcte\/Blume\u201c) sind eine Gruppe von wasserl\u00f6slichen Farbstoffen, die f\u00fcr rote, blaue und violette F\u00e4rbungen in Pflanzen sorgen. Ihre chemische Struktur und damit die F\u00e4rbung sind vom pH-Wert abh\u00e4ngig. 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