Portrait: Ines Swoboda - Expertin für Lebensmittelallergien

, Bild: Ines Swoboda in ihrem Forschungslabor; Foto von Open Science - Lebenswissenschaften im Dialog (CC bync-nd 4.0)

Univ. Doz. Dr. Ines Swoboda lehrt und forscht an der Fachhochschule Campus Wien, Fachbereich Biotechnologie. Sie leitet dort eine eigene Forschungsgruppe im Forschungsfeld der Allergieforschung. Mit ihrem Team untersucht sie die Mechanismen von Fleisch- und Fischallergien sowie allergische Reaktionen des Atmungsapparates.

Werdegang

Ines Swoboda ist promovierte Biologin. Sie studierte in Wien Genetik, absolvierte einen Forschungsaufenthalt an der University of Melbourne (Australien) und war mehr als 10 Jahre lang an der Medizinischen Universität Wien tätig. Hier erlangte sie auch ihre Habilitation auf dem Gebiet der Allergologie. Seit September 2011 lehrt und forscht sie an der FH Campus Wien.

Allergieforschung

Heute leiden erwiesenermaßen mehr Menschen an Allergien als früher, und die Tendenz, an einer Allergie zu erkranken, steigt.

Über Fleischallergien ist generell noch wenig bekannt. Man weiß schon so viel, dass PatientInnen entweder auf (rotes) Säugetierfleisch oder auf (weißes) Geflügelfleisch allergisch sind. Ines Swoboda und ihrem Team ist es kürzlich gelungen, erste Moleküle aus Geflügelfleisch zu identifizieren, die Allergien verursachen können.

Über Fischallergien weiß man schon mehr. Hier möchte Ines Swoboda mit ihren MitarbeiterInnen einerseits neue Allergie-verursachende Substanzen (Allergene) identifizieren und andererseits an einer Verbesserung der Immuntherapie mitwirken.

Auch ihr Schimmelpilz-Allergie Projekt hat Potential: steigen doch die Schimmelpilz-Allergien im Zuge der modernen Bauweise. Denn verabsäumt man es in gut gedämmtem Häusern, ausreichend zu lüften, kann es zu Schimmelpilz-Bildung kommen. Ines Swoboda interessiert sich hier vor allem für die Allergenquellen verschiedener Schimmelpilz-Arten.

Öffentlichkeitsprojekte

Ines Swoboda hat Open Science bereits bei zahlreichen Projekten unterstützt.

Im Jahr 2014 wirkte die Allergieforscherin im Rahmen des Projektes Allergie interaktiv bei der Entwicklung einer Allergie-Station für eine interaktive Wanderausstellung des Science Center Netzwerks mit. Die Ausstellung tourt seit 2015 durch Österreich und konnte mittlerweile schon mehr als 40.000 BesucherInnen begeistern.

Auch an einer Fortbildung für PädagogInnen zum Thema Allergie im Jahr 2016 war Swoboda maßgeblich beteiligt.

Beim Projekt Hungry for Science stellte Ines Swoboda 2016 ihre Expertise ebenfalls zur Verfügung – sie war Vortragende bei Aktionstagen im Vienna Open Lab und half beim Schreiben eines Blogbeitrages, der auf orf.science veröffentlicht wurde.

Dass Ines Swoboda nicht nur eine begeisterte und erfolgreiche Wissenschaftlerin ist, sondern ihr auch die Öffentlichkeitarbeit sehr am Herzen liegt, zeigt ihre Teilnahme an folgenden weiteren Öffentlichkeits-Veranstaltungen: Wiener Forschungsfest, Junior Science Club, Science Day, Lange Nacht der Forschung und European Research Night.

Privat interessiert sich Ines Swoboda für Reisen, Musik und Kunst.

Über die Zusammenarbeit mit Open Science und ihre Erfahrungen in der Wissenschftskommunikation sagt Ines Swoboda:"Die Zusammenarbeit mit Open Science ist stets eine große Freude und Bereicherung. Mit ihrem unglaublichen Einsatz und ihrer positiven Einstellung gelingt es den MitarbeiterInnen von Open Science stets eine wunderbare Atmosphäre zu schaffen, die jeden mitreißt und begeistert und die die Basis für interessantes, kreatives, spannendes und erfolgreiches gemeinsames Arbeiten darstellt. Durch Open Science erhielt ich schon wiederholte Male die Möglichkeit, interessierten Laien von meinen Forschungsarbeiten zu berichten, und durfte dabei immer wieder erfahren, wie erfüllend und bereichernd Wissenschaftskommunikation ist und wie viel Ideen und Anregungen man durch diesen Austausch für die eigene wissenschaftliche Tätigkeit mitnehmen kann."

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AS, 15.05.2017