Symposium Familiäre Hypercholesterinämie

Bild: Stand von Open Science beim Symposium Familiäre Hypercholesterinämie

Das Symposium "Familiäre Hypercholesterinämie und andere angeborene Fettstoffwechselstörungen" am 6. November 2018 stand diesmal unter dem Thema "Effektives Management mit bewährten und neuen Therapien". Von 15.00 – 19.00 kamen nicht nur ÄrztInnen, WissenschaftlerInnen, EntscheidungsträgerInnen und Medien zusammen, sondern auch PatientInnen und Betroffene. Letztere wurden gleich zu Beginn in den Vordergrund gestellt: Eindrucksvoll erzählten PatientInnen ihre Geschichte auf der Bühne und gaben ein kurzes Statement ab.

Anschließend fasste Dr. Alexander Biach, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbands der Österreichischen Sozialversicherungsträger, die Sicht des Hauptverbands zur aktuellen Gesundheitspolitik zusammen und sagte zu, sich dafür einzusetzen, dass in Zukunft ein Screening auf Familiäre Hypercholesterinämie (FH) angeboten werden soll. Es folgte ein abwechslungsreiches Programm an Vorträgen, die Einblicke in die Genetik & Diagnostik von und klinische Erfahrung mit angeborenen Fettstoffwechselstörungen gab.

Durch den Nachmittag führten Gabriele Hanauer-Mader, Obfrau FHchol Austria, und Christoph Binder, Projektleiter von „Fass dir ein Herz“ Register & Screening der AAS. Auch Open Science war mit einem Stand (siehe Foto) auf dem Symposium vertreten, um seine Aktivitäten den interessierten BesucherInnen vorzustellen.

Wissenswertes zur Familiären Hypercholesterinämie

Bei Familiärer Hypercholesterinämie handelt es sich um eine angeborene Störung des Lipidstoffwechsels (Fettstoffwechsels), die mit teils drastisch erhöhten LDL-Cholesterinwerten einhergeht (LDL-Cholesterin –oft als „schädliches“ Cholesterin bezeichnet). Obwohl genaue Betroffenenzahlen zurzeit noch nicht vorliegen, geht man heute davon aus, dass in etwa 1 von 250 Personen in Österreich an FH leiden - auf die Einwohnerzahl Österreichs übertragen sind das etwa 30.000 Personen. Nur die wenigsten wissen davon, die Diagnoserate lieg weit unter 10 %. Dies hat fatale Konsequenzen, denn durch das überschüssige LDL-Cholesterin im Blut entstehen bereits in jungen Jahren atherosklerotische Veränderungen – man spricht auch von „Arterienverkalkung“. Setzt sich diese weiter fort, können Herzinfarkte oder Schlaganfälle, mitunter auch in jungen Jahren, auftreten.

"Kennen Sie Ihren Cholesterinwert? Sind in Ihrer Familie erhöhte Cholesterinspiegel bekannt?" Diese und ähnliche Fragen beim Arztbesuch könnten zu einer frühen Diagnose von FH und damit auch zu einer besseren Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. Dafür setzt sich das Projekt „Fass dir ein Herz“ Register & Screening der AAS ein. Auch die Patientenorganisation FHchol Austria möchte dazu beitragen, dass in der Bevölkerung und bei ÄrztInnen ein Bewusstsein für diese Erkrankung geschaffen wird: "Über FH Bescheid zu wissen kann Leben retten!".

Mehr zum Thema „Familiäre Hypercholesterinämie“ finden Sie in der Rubrik „Wissen“ auf der Open Science Website.

www.fhchol.at

www.aas.at

 

 

ja, 14.11.2018