Symposium Familiäre Hypercholesterinämie (FH)

, Bild: Open Science - Lebenswissenschaften im Dialog

Am 08. November 2017 fand ein Symposium zum Thema Familiäre Hypercholesterinämie (FH) des FH-Registers der Österreichischen Atherosklerosegesellschaft am CeMM (Center für Molekulare Medizin) statt. Es wurden Einblicke in die Genetik der Erkrankung und in klinische Erfahrungen mit FH gegeben sowie persönliche Erfahrungen von FH-Betroffenen geteilt. Nicht nur Ärztinnen und Ärzte, sondern auch an Betroffene von Familiärer Hypercholesterinämie und politische EntscheidungsträgerInnen waren anwesend.

Einig waren sich alle: die Sichtbarkeit der FH muss in der Gesellschaft aber auch in der Ärzteschaft erhöht werden. Noch immer sind etwa 90% der FH-Erkrankungen okkult, zu oft wird erhöhtes Cholesterin abgetan und eine FH Erkrankung nicht diagnostiziert. Die Erkrankungshäufigkeit liegt in der Österreichischen Bevölkerung zwischen 1:200 – 1:500, laut Bernhard Paulweber vom Universitätsklinikum Salzburg gehen fast 20% der KHK (Koronare Herzkrankheiten) Ereignisse wie Herzinfarkte unter 45 Jahren auf Kosten dieser Erkrankung.

Auf Basis der neuesten Erkenntnisse aus Medizin und Forschung wurde die Sinnhaftigkeit eines präventiven Screenings auf FH mit EntscheidungsträgerInnen aus Ärztekammer, Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Gesundheitsökonomie und Patientenvertretung diskutiert. Berichte von Screening- und Registerprogrammen in den Niederlanden, Deutschland und Uruguay rundet das Programm ab und luden zum internationalen Austausch ein.

Open Science war am Symposium vertreten, um seine Aktivitäten im Bereich Personalisierte Medizin (PM) zu erweitern und vergangene Projekte im Bereich PM vorzustellen.

Mehr zum Thema Familiärer Hypercholesterinämie und dem FH-Register finden Sie unter:

www.fhchol.at

www.aas.at

Erstellt von EK am 04.12.17

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Ansprechpartner:
  • Elena Kinz