Symposium der Österreichischen Plattform für Personalisierte Medizin (ÖPPM)

Projektleiterin Elena Kinz am ÖPPM Symposium, Bild: Open Science - Lebenswissenschaften im Dialog

Am 19. und 20. Oktober 2017 fand an der Medizinischen Universität Wien ein wissenschaftliches Symposium der Österreichischen Plattform für Personalisierte Medizin statt, das Auftaktveranstaltung der neu gegründeten Plattform war.

Vernetzungsplattform für Personalisierte Medizin

Bei der Österreichischen Plattform für Personalisierte Medizin handelt es sich um eine nationale Vernetzungsplattform, die auf Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gegründet wurde und alle Akteure auf dem Gebiet der Personalisierten Medizin in Verbindung setzt. Durch die Zusammenarbeit soll das Thema Personalisierte Medizin vorangetrieben werden.

Auftaktveranstaltung: Vorträge und Diskussionsrunden

Am 19. und 20. Oktober fanden zwei Tage lang Vorträge zu Grundlagen-, Angewandter und Transnationaler Forschung sowie zu Infrastruktur und gesellschaftlichen Aspekten im Bereich der Personalisierten Medizin statt.

Des Weiteren wurden in Arbeitsgruppen Themen für die zukünftige Arbeit der Plattform durch die TeilnehmerInnen des Symposiums zusammengetragen und diskutiert. Open Science moderierte dabei Diskussionen im Bereich Gesellschaft und Ethik und wird sich in Zukunft um den wissenschaftlich-gesellschaftlichen Dialog im Bereich der Personalisierten Medizin in Österreich bemühen. Dabei werden auch Erfahrungen aus vergangenen Projekten in diesem Bereich eingebunden.

Einsatz Personalisierter Medizin bei Erkrankungen

Das Wissen über krankheitsbezogene genetische Veränderungen kann sowohl Therapie als auch Prävention bei Erkrankungen erleichtern. Krankheiten, die auf Basis ihrer genetischen Marker in Subgruppen unterteilt werden, können durch die Personalisierte Medizin mit gleichen Medikamentenklassen therapiert werden. Dies birgt vor allem Hoffnung für seltene Erkrankungen bzw. die Anwendung bestehender Medikamente im sogenannten „Off-Label-Use“ für andere Erkrankungen. Im Mittelpunkt der Personalisierten Medizin stehen darüber hinaus die Vernetzung, nicht nur von genetischen Informationen, sondern auch von Labor- und Bilddaten sowie Life-Style Informationen der PatientInnen. Damit sollen Diagnose und Therapie präzisiert werden. Damit dies zum einen im Einverständnis der PatientInnen sowie zum anderen über die medizinischen Disziplinen hinweg institutionsübergreifend in Österreich realisiert werden kann, müssen Infrastrukturen und Technologien vernetzt und eine innovative Form der PatientInneneinbindung erarbeitet werden.

Akteure der Personalisierten Medizin sind weiterhin aufgerufen, sich aktiv an der Gestaltung der Inhalte der Plattform zu beteiligen.

Interessierte können sich unter pm@meduniwien.ac.at melden.

 

Artikel rstellt am 23.10.17 von EK

 

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  • Elena Kinz